Innovation war das Leitthema des zweiten Kongresses zur Strategieentwicklung in Kirche und Gesellschaft im Dezember 2011 in Bensberg. Gemeinsam mit der Thomas-Morus-Akademie und dem Strategiebereich 1 Ziele und Entwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier hatte das Netzwerk Kairos Coaching, Consulting, Training mit Sitz in Mainz zu einem weiteren Strategiekongress eingeladen. Damit sollte fortgeführt werden, was 2009 erfolgreich gestartet war. Der Kongress richtete sich an Führungskräfte, Organisations- und Gemeindeentwickler sowie an Praktiker aus Caritas und Pastoral.

Kommunikation muss gemanagt werden

Bild des Benutzers Markus Herz
Gespeichert von Markus Herz am

Wo pastorale Räume größer werden, die Zahl von haupt- und ehrenamtlich Tätigen unübersichtlich, immer mehr ehemals und lange Zeit selbstständige Pfarreien und damit Traditionen sowie Sozialgefüge in einer/m neu fusionierten Pfarrei/Seelsorgebereich aufgehen, wird Kommunikation schwieriger. Wenn Kirchengemeinden sich äußerlich und inhaltlich weiterentwickeln, viele Ansprüche aber gleichbleiben und am „Alten“ gemessen werden, dann kommt bei vielen Frust auf – aber nur bei wenigen wird er abgeladen: meistens beim leitenden Pfarrer und den Sekretärinnen. Das müssen sie meistens auch noch (er)tragen. Das geht auch anders. Nur: Wer soll es dann abfangen? Wie kann Kommunikation grundlegend und nachhaltig verbessert werden? Und vor allem: Wer soll das bezahlen? - Die Kirchengemeinde St. Margareta in Düsseldorf und das Erzbistum Köln leisten mit der Stellenkonzeption und der Beschäftigung einer „Kommunikationsmanagerin“ Pionierarbeit. Den Weg dorthin beschreibt dieser Artikel. Er zeigt erste Erfahrungen auf und möchte alle Interessierten anregen und ermutigen, diesem Weg zu folgen.

Follow me!

Köln vernetzt - Internetgestützte Vernetzung im Sozialraum

Bild des Benutzers Markus Kaufmann
Gespeichert von Markus Kaufmann am

Im Laufe der letzten Jahre ist in Köln unter dem Slogan „Köln vernetzt“ eine Internetplattform realisiert worden, in der sich Institutionen, Einrichtungen, Initiativen und Vereine einzelner Kölner Sozialräume mit ihrem Angebot präsentieren können. Für die Bürger dieser Sozialräume ist die Plattform inzwischen zu einer gern genutzten Informationsquelle geworden. Und auch die Vernetzung der einzelnen sozialen Institutionen und Gruppen in den Stadtteilen ist durch diese Internetplattform gewachsen.

Netzwerkarbeit im Sozialraum bilden einen Arbeitsschwerpunkt für den Jugendmigrationsdienst Köln, der das Projekt „Köln vernetzt“ ins Leben gerufen hat. Frank Reintgen sprach mit Markus Kaufmann, dem Leiter des Jugendmigarationsdienst Köln der Katholischen Jugendwerke Köln e.V., der das Projekt „Köln vernetzt“ maßgeblich vorangetrieben hat.

Nahe bei den Menschen. Interview mit Franz Meurer

Bild des Benutzers Dr. Valentin Dessoy
Gespeichert von Dr. Valentin Dessoy am

Pfarrer Franz Meurer arbeitet als Seelsorger und Pfarrer in Köln-Höhenberg-Vingst, Stadtteilen mit Brennpunktcharakter. Er denkt und organisiert Kirche anders, von unten (den Armen) und von außen (den Menschen und ihren Bedürfnissen her). Das hat Konsequenzen für das Verständnis und die Ausgestaltung der Pastoral. Das Interview ist der Versuch, den Ansatz zu verstehen, in seinen Grundzügen nachzuzeichnen und in einen sozialwissenschaftlichen Kontext zu stellen.

Sinn von Kirche: Vollmacht fürs Leben

Bild des Benutzers Peter Otten
Gespeichert von Peter Otten am

Eine Kinderferienaktion wird zur Matrix für das ökumenische Seelsorgekonzept zweier Kölner Kirchengemeinden. Die Orientierung daran, was den Menschen vor Ort konkret nützt und zugleich das Gemeinwesen fördert, münden in ein sozialraumorientiertes, diakonisches und nachhaltiges Gemeindekonzept mit Netzwerkcharakter. Kirche vor Ort ist dann nicht das Ziel einer missionarischen Kirche, sondern das Medium, durch dass das Reich Gottes in der Welt aufscheint.

Better than free: Strategien eines Webevangelisten

Bild des Benutzers Martin Lätzel
Gespeichert von Martin Lätzel am

Sinn und Form – das sind die Herausforderungen, denen sich die Kirche in den nächsten Jahren zu stellen hat. Nicht, dass sich nicht ihres eigenen Sinnes bewusst ist. Allerdings muss sich gefragt werden, wie dieser Sinn weiterhin vermittelt werden kann. Dass dabei auch das Lernen von der Umwelt eine Rolle spielt, ist evident. Ebenso wie es trivial ist, dass die Frage nach der ureigenen Substanz nicht mit der Frage nach der Form vermengt werden kann. Denn, so Bischof Claude Dagens von Angoulême: „Eine notwendige Befreiung besteht darin, die Kirche von der quälenden Sorge um sich selber zu befreien!“. Sowohl bei der Frage nach der Substanz als auch nach der sie vermittelnden und mit ihr gelebten Form muss es also um die Frage nach der „Kirche für Andere“ gehen – nur dies ist ihr Auftrag.