Lokale Kirchenentwicklung ist keine Einbahnstraße, auf der in geordneter Reihenfolge Teambildung, Sozialraumwahrnehmung, Visionsbildung, Gabenseminar... abgearbeitet werden kann und automatisch weiterführt. Die Methodologie lokaler Kirchenentwicklung ist auch keine spirituelle Werkstatt, in der in bestimmten Arbeitsschritten ein fertiges Produkt entwickelt werden kann, das dann möglichst flächendeckend Anwendung findet. Lokale Kirchenentwicklung darf in Prozessschleifen denken, in immer wiederkehrenden Arbeitsschritten, die aufeinander verweisen, voneinander abhängen und durchaus in verschiedener Reihenfolge angegangen werden können. Entscheidend ist dabei die Grundhaltung, mit der dies geschieht.
strategische Entwicklungsprozesse
Innovation war das Leitthema des zweiten Kongresses zur Strategieentwicklung in Kirche und Gesellschaft im Dezember 2011 in Bensberg. Gemeinsam mit der Thomas-Morus-Akademie und dem Strategiebereich 1 Ziele und Entwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier hatte das Netzwerk Kairos Coaching, Consulting, Training mit Sitz in Mainz zu einem weiteren Strategiekongress eingeladen. Damit sollte fortgeführt werden, was 2009 erfolgreich gestartet war. Der Kongress richtete sich an Führungskräfte, Organisations- und Gemeindeentwickler sowie an Praktiker aus Caritas und Pastoral.
Lokale Kirchenentwicklung in der Pfarrei Maria Lourdes in Zürich-Seebach
... und eine Entdeckung, die wir immer öfters machen ist, dass sich uns das Evangelium an Orten und durch Menschen erschliesst, die wir nicht erwartet haben. Die Erkenntnis kommt vom Anderen, Fremden, Unbekannten. Der Schmerz liegt darin, in diesem Moment Eigenes sterben zu lassen, damit das Neue, noch Fremde, Raum bekommt und sich entfalten kann. Das fordert Mut und Vertrauen.
Aus den Kinderschuhen herausgewachsen: Kirche geht weiter
Ist Lokale Kirchenentwicklung nur eine neue Verpackung? Geht es um Bibelteilen und Kleine Christliche Gemeinschaften? Wird hier eine Kirchenentwicklung „von unten“ einer Kirchenentwicklung „von oben“ entgegengestellt? Hat Lokale Kirchenentwicklung einen subversiven Grundtenor und einen antihierarchischen Impuls? Handelt es sich weltkirchlich um eine Art "copy and paste" von Erfahrungen, die pragmatisch übertragen werden sollen? Ist "Lokale Kirchenentwicklung" ein Containerbegriff für all das, was in den letzten Jahrzehnten vergeblich geträumt wurde? Liegt hier nicht eine einseitige und binnenorientierte Communioekklesiopraxis vor? Alle diese Fragen stellt Valentin Dessoy in seinem Rückblick, und sie verdienen Nachdenklichkeit, aber auch Beantwortung. Das soll hier in der gebotenen Kürze geschehen.
Prinzipien sozialräumlicher Pastoral
Der Sozialraum ist erst in jüngerer Zeit von der Pastoraltheologie als Thema entdeckt worden. Der sozialraumorientierte Ansatz undf die ihm zugrunde liegenden Prämissen steht in der Tradition der Gemeinwesen- und Stadtteil-Arbeit. Er eröffnet als Methode ganz neue Beobachtungs- und Gestaltungsperspektiven, die sich am Leben und Zusammenleben von Menschen orientieren und diese aktiv ins Spiel bringen. Als „Thema hinter dem Thema“ steht die Frage nach der künftigen Sozialgestalt der Kirche vor Ort im Raum.
Lokale Kirchenentwicklung – eine Alternative?
Vom 18.-20. Oktober 2012 fand im Ludwig-Windhorst-Haus, der Katholisch-Sozialen Akademie des Bistums Osnabrück, der Kongress Kirche geht … Die Dynamik Lokaler Kirchenentwicklung – ein internationales Symposion – statt. Der Autor war für die Tagung als Impuls- und Feedback-Geber angefragt, um die sozial- und organisationswissenschaftliche Sicht in den Kongress einzutragen. Aus dieser spezifischen Rolle und Perspektive ist der vorliegende Text entstanden.
Was meint Lokale Kirchenentwicklung – ein theologischer Werkstattbericht
Das Gefüge gemeindekirchlicher Praxis ist an ein Ende gekommen: Je größer Pfarreien und Seelsorgeeinheiten werden, desto deutlicher wird auch, dass die Frage nach dem Vollzug des Christseins, die Formen der Kirchlichkeit, und auch die Frage nach den Ämtern und Diensten ganz neu gestellt und konfiguriert werden müssen. Hier genau setzt Lokale Kirchenentwicklung an.
Wie Kirche zu einer lernenden Organisation werden kann – Erfahrungen aus der Praxis kirchlicher OE
Als Organisation zu lernen, ist im kirchlichen Zusammenhang eine ganz besondere Herausforderung. Das hat mit der Kultur kirchlicher Systeme zu tun. Hier liegen wesentliche Faktoren für die Nachhaltigkeit von OE-Prozessen.
… wenn nichts bleibt, wie es war
Rainer Bucher gehört sicher zu den profiliertesten Pastoraltheologen der Gegenwart. Er scheut weder das offene Wort, noch liest man bei ihm ausschließlich Destruktion und Pessimismus. Seine Gabe, strategisch und zukunftsgewandt zu denken, hat er in vielen Publikationen bewiesen.
Die Ästhetik pastoraler Irritation: Organisationstheoretische und pastoralplanerische Überlegungen zu Kirchenstudien. Oder: Warum Störungen nachhaltig sind
Die Kirche als Organisation
Die Wellen der Sinus-Kirchenstudie schlugen vor rund fünf Jahren hoch. Die einen rannten, in Anbetracht der Kraft und Dynamik, los, um sich mit den Surfbrettern der Aktionisten kreischend in die Fluten zu werfen, begeistert ob der Dynamik, die sich ihnen auftat, der Geschwindigkeit, mit der sie sich bewegen können und der Erfüllung ihrer eigenen Wünsche, nämlich be-greifbar erleben zu können, was sie sich angesichts der in der letzten Zeit zunehmenden Flaute der kirchlichen Ozeane intuitiv bereits gedacht haben.
Auf dem Innovationspfad? Zur Wirksamkeit diözesaner Strategieprozesse
Mehr als zwei Drittel der Bistümer im deutschsprachigen Raum haben in den letzten zwei Jahrzehnten synodale Prozesse initiiert, um zeitgemäße Perspektiven für die Seelsorge zu gewinnen. Die einzelnen Vorgänge unterschieden sich in ihrer Zielsetzung, ihren Organisationsformen und ihrer Verlaufsdauer teilweise erheblich voneinander. Die folgenden Überlegungen konzentrieren sich vorrangig auf ihre Auswirkungen in der Seelsorge und verfolgen die Frage, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen sie pastorale Innovationen anstoßen können.


