Unbestritten ist es wohl, dass sich die Rolle der Religion(en) in den modernen Gesellschaften stark verändert hat. Wie also ist es um den Status der Religion in unserer Gesellschaft bestellt? Zu diesem Thema sind in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Thesen aufgestellt worden.Die zunehmende Modernisierung werde dazu führen, so eine lange Zeit in der Diskussion vorherrschende These von der „Säkularisierung“ moderner Gesellschaften, dass Religion (und somit auch der christliche Glaube) mehr und mehr an Relevanz verliere.
Umweltanalyse
Innovation war das Leitthema des zweiten Kongresses zur Strategieentwicklung in Kirche und Gesellschaft im Dezember 2011 in Bensberg. Gemeinsam mit der Thomas-Morus-Akademie und dem Strategiebereich 1 Ziele und Entwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier hatte das Netzwerk Kairos Coaching, Consulting, Training mit Sitz in Mainz zu einem weiteren Strategiekongress eingeladen. Damit sollte fortgeführt werden, was 2009 erfolgreich gestartet war. Der Kongress richtete sich an Führungskräfte, Organisations- und Gemeindeentwickler sowie an Praktiker aus Caritas und Pastoral.
Der verwirrte Bürger
Über Werte und Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Tun wird in den letzten Jahren zunehmend reflektiert. Das ist eine gute Entwicklung, zum einen natürlich dadurch bewirkt, dass das ökonomische Wachstum an seine Grenzen kommt, zum anderen dadurch, dass es ein wachsendes Verständnis dafür gibt, welche wertvolle Ressource de Mensch im Wirtschaftskreislauf darstellt. Auffallend ist allerdings, dass sich die Kirchen – nach Selbstverständnis doch Expertinnen für Werte – noch allzu sehr aus der Diskussion fern halten. Umso erwähnenswerter ist es, dass sich kirchliche Verlage dem Thema widmen.
Gemeinsam einsam
Carsten Göring zeichnet in seinem Buch „Gemeinsam einsam“ die oft rasante Entwicklung der 4 größten Internetfirmen nach. Die Unternehmensgeschichte von Google, Facebook, Twitter und Apple werden mit einer gewissen Hochachtung vor dem innovativen Potential nach gezeichnet.
Dabei kommt viel Bekanntes, aber durchaus auch manch Neues zu Tage.
Wir die Netzkinder
Wir, die Netz-Kinder
Seelsorge erneuern durch Vision und Partizipation
Als eine Art Lösungsansatz, den Herausforderungen, denen sich die Kirche in Deutschland heute zu stellen hat, haben sich in den vergangenen Jahren systematische Entwicklungsprozesse in den Diözesen herausgestellt. In Pastoralgesprächen, Dialogprozessen, Foren und Zukunftsgesprächen wurden in fast allen Bistümern drängende Fragen behandelt und teilweise Umsetzungsstrategien entwickelt, um den aktuellen Herausforderungen in adäquater Weise begegnen zu können.
Kirche und Innovation - ein Widerspruch? Innovation als organisatorische und theologische Herausforderung
Wenn sich Kontextbedingungen verändern, ist Innovation (Erneuerung) angesagt. Je stärker die Veränderungen sind, desto intensiver und systematischer muss nach alternativen Optionen Ausschau gehalten werden. Es geht um die gezielte Herstellung und experimentelle Erprobung von Unterschieden zur Verbesserung der System-Umweltreferenz. Systeme neigen allerdings dazu, am Status Quo festzuhalten. Für die Kirche kommt erschwerend ihre lange und erfolgreiche Tradition hinzu. Und theologisch ist die Offenbarungsgeschichte mit Jesus Christus abgeschlossen. Innovation ist für die Kirche daher keine leichte Übung. Sie ist an dieser Stelle doppelt herausgefordert.
Die Religion der Öffentlichkeit
Seit seinem Entstehen ist das Christentum eine öffentliche Religion. Ja, der Völkerapostel Paulus, selber ein Medienmann seiner Zeit, wenn man so will, ruft geradezu dazu auf, die Botschaft zu verkünden. In seiner Geschichte hat das Christentum sich jeweils in den neuesten Medien wiedergefunden. Das erste Gutenbergsche Buch war eine Bibel; der erste Text auf einer Schallplatte das Vaterunser.
Zur Architektur strategischer Entwicklungsprozesse
In komplexen, dynamischen Zusammenhängen ist strategisches Denken und Handeln gefordert. Die Wirtschaft, führende Systemlogik unserer Gesellschaft, hat das bereits sehr früh erkannt. Andere Funktionssysteme, wie Politik, Wohlfahrtspflege oder gar Kirchen, hinken da deutlich hinterher. Aufgrund der hohen Dynamik gesellschaftlicher Prozesse und deren globaler Vernetzung steigt aber gerade hier die Notwendigkeit, Umweltreferenz herzustellen, die Funktionssysteme (Auftrag, Ressourcen, Potenziale etc.) mit den Umweltanforderungen abzustimmen, um hieraus langfristige Orientierungen für operative Entscheidungen ableiten und auf diese Weise die Zukunft offen halten und gestalten zu können. Hierfür soll der vorliegende Artikel eine erste Orientierung bieten.


